arsenal

die letzten tage habe ich sehr viel mit der hand geschrieben, mit füller & tinte.  viel sinnlicher & differenzierter als alles digitale, da spielt was rein wie schwung & eleganz & vorbehaltlosigkeit. ich war voll bei der sache. und möglichst viele briefe schreibe ich mit der digitalen schiefertafel – ich übe damit wie mit einem musikinstrument.

zum nachdenken habe ich „analog und digital“ von otl aicher noch mal gelesen. unglaublich, daß er das lange vor internet & smartphones geschrieben hat (zwei generationen zurück). mir wird klar, wie fundamental anders die digitalen eingeborenen sich entwickeln. das ist mein großes




mich inter-essiert das total: ich will es begreifen und soviel wie möglich selbst anwenden. deshalb schreibe ich hier seit jahren. ich will mit dem kopf durch die digitale mauer. über meine digitale tölpelhaftigkeit muß ich selbst lachen, aber insgesamt erreiche ich eine bandbreite und eine verbundenheit jenseits von zeit & raum, die mich absolut beglückt.

allerdings: wenn ich „wo lang“ verfolge, kribbelt es mich immer in den fingern und ich würde am liebsten direkt auf einen beitrag reagieren oder zu den aufgeworfenen fragen in einen austausch kommen. wie gesagt: mich inter-essiert das brennend. ich denke, he, das sind doch alles eingeborene und die kennen sich so gut … wieso wird das nicht lebendiger ?



20.12.2016 - 01:55