zum abgewöhnen

drei tage bockenheimer warte, frankfurt am main, westlicher gehts nicht.

es ist bitter kalt und ein administrativer alptraum: die stadt wollte siebenhundert euro für den stromanschluß und wir müssen uns dringend gasflaschen organisieren, ohne uns hier weg bewegen zu können. heute morgen weit & breit keine lösung in sicht.

unser wieder durch gabriele angereichertes trio gibt ganz lässig zum abschluß noch einmal vollgas und die lösungen finden sich …

… und während ich abends in bockenheim durch gesichtslose nebenstraßen streife, stelle ich mir vor, ich würde hier leben (müssen) …

fack ju göhte kann ich da nur sagen. und die ganzen irren geisteswissenschaften gleich dazu. rund um uns herum ist die uni und massen hasten an uns vorbei.

immer wenn du denkst es geht nicht mehr, kommt von irgendwo ein lichtlein her … das kann ich in der herzlosesten großstadt erleben – da sind auch die perlen der menschlichen spezies zu finden, die wahren zeitgenossinnen.

in einer uni-buchhandlung habe ich in der wühlkiste draußen einen roman von hubert selby gefunden, in gebundener ausgabe. für einen euro! da steht vorn diese wundervolle widmung drin:

dieses buch ist bill gewidmet,

der mir lernen half,

daß man nicht siegen kann,

ohne sich zu ergeben.

08.11.2017 - 01:10