Archiv für den Monat: August 2019

sono solo

jetzt bin ich schon drei tage allein im omnibus. acht unglaublich intersive wochen in weiblicher atmosfäre klingen in mir nach …

… und ich versuche, zu ergründen, was genau mein beitrag war und wie ich das gelernte weiterhin wirksam anwenden kann. diese wochen waren für mich ein praktisches beispiel von „sacred activism“ – mit dem omnibus als heiligem ort.

jetzt wohne ich wieder mit dem omnibus in der werkstatt und „mäuschen“ kümmert sich um unser wohlergehen.

zufrieden kann ich meine aufmerksamkeit nach innen schwenken und die vielen eindrücke abebben lassen.

21.08.2019 - 00:45

viva brandenburg

neuntausendeinundneunzig unterschriften sind in diesen fünf wochen zusammengekommen – ich bin restlos begeistert. so ein intrinsisches zusammenwirken habe ich noch nicht erlebt. das ist wohl mit „commoning“ oder „gemeinschaffen“ gemeint. das scheint eine weibliche qualität zu sein.

für diese erfahrung werde ich lisa, simone, lilith, lucia, brigid, cäcilia, deva, camilla, pauline, paula & wilma immer dankbar sein. das sahnehäubchen war dann stephan, für mich schon immer der inbegriff von intrinsischer motivation.

besonders hat mich gefreut, daß wir in kleinen städtchen die besten ergebnisse hatten – das war in prenzlau wieder so. ein fulminantes finale.

der touristische slogan heißt „prenzlau – stadt küsst see“ und wir konnten am abend & zwischendurch stimmungsvolle spaziergänge machen.

da ist auch dieses morfo entstanden:

ich habe brandenburg herzlich lieb gewonnen …

18.08.2019 - 01:24

immer wieder gern

auf unberechenbare weise haben wir in eberswalde wieder mal ein rekordergebnis erreicht die band ist einsame klasse. wilma erweist sich als naturtalent und stephan befreit mich von allen sorgen.

16.08.2019 - 00:35

obus

bisher dachte ich, solingen sei die stadt der obusse – jetzt habe ich erfahren, daß 1901 die erste obus linie der welt in eberswalde eröffnet wurde.

heute verkehrt da der erste hybrid elektrische obus der welt mit einem riesenakku. mir fällt auf, wie viele pioniertaten der frühen industrialisierung sich im machtbereich der preussen abgespielt haben, die wir ohne weiteres dem westen zuordnen würden.

ich sehe hier in eberswalde schöne versuche, diese tradition auf ökologische weise aufzugreifen und zu entwickeln, angefangen mit der „marina“, wo wir das wochenende verbracht haben. die hochschule hat mich sehr beeindruckt – ich habe mir von pauline ein vorlesungsverzeichnis mitbringen lassen und bin weggeschwommen in die welt der wunderbaren baumromane, die ich letzten winter gelesen habe: „die wurzeln des lebens“ von richard powers und „barkskin“ von annie proulx. es ergibt für mich viel sinn, in eberswalde zu studieren, weil das, was da entwickelt wird, allen wesen ökologisch nur gut tun kann. auch die moderne forstwirtschaft ist im preussischen einflußbereich entwickelt worden, jetzt können alle von den sünden der vergangenheit lernen und diese wunderbare landschaft gemeinsam neu aufgreifen und lebendig machen.

15.08.2019 - 23:58

walden

solange es hell war, haben stephan & ich gestern abend den waldcampus der hochschule für nachhaltige entwicklung und anschließend den forstbotanischen garten erkundet.

mit stephan bin ich immer gleich unisono. voll in der gegenwart mit synchronisierten interessen & neigungen. ohne viele worte & mit weiten freiräumen. für mich ist das jedes mal ein entspannender energieschub und ich kann nachts gut an meinen bildern arbeiten und zum beispiel unsere entdeckungen dokumentieren:

das war der waldcampus und jetzt kommt der botanische garten:

mit nackten füßen war das ein belebender genuß.

15.08.2019 - 00:48

mal wieder prima

eberswalde füllt mich so aus, daß ich nicht zum schreiben komme. wir stehen wieder vor dem paul wunderlich haus, einem sehr gelungenen modernen stadtzentrum, das ich jedesmal aufs neue umrunde & erkunde …

auch hier finde ich lauter interessante anknüpfungspunkte und freue mich schon auf die nächste gelegenheit. jeden abend staune ich, wie viele unterschriften wir gesammelt haben. es braucht nur selbstvertrauen & ambulante beharrlichkeit. das hat die band voll drauf.

und ich geh schlafen …

14.08.2019 - 01:18

bachelaurette

lilith hat in diesen unglaublichen vier wochen mindestens ihren omnibus-bachelor gemacht – so fröhlich & offen wie auf diesem bild, das wir heute morgen bei ihrem abschied gemacht haben. sie war das integral in den ständig wexelnden konstellationen und hat für eine gute grundstimmung gesorgt – völlig ohne stress. vor dieser leistung kann ich mich nur dankbar verneigen.

die ganze band wünscht ihr alles glück der welt.

die mädels an ihrem letzten abend beim gakkern & schnabulieren. da werden erinnerungen wach an den legendären girls club … und ich vergegenwärtige mir, daß ich jetzt wirklich ein opi bin.

12.08.2019 - 23:56

da ganz hinten

haben wir ein schönes wochenende verbracht – wer genau hinschaut, kann auf der mittleren horizontale die blauen kabinen erkennen, die die großen schwimmbecken umschließen.

inzwischen sind wir zu sext und haben in dieser konstellation hoch über dem ufer des finowkanals unseren abschiedsschmaus für lilith genossen.

den barba rossa hat stephan abgeschnitten – dabei habe ich den namen erst gestern ersonnen und einmal verwendet – ich werde ihn einfach als kosenamen behalten.

12.08.2019 - 00:39

wunderfitzig in eber‘s walde

wieder mal in eberswalde (lohnt sich, mal da drauf zu klikken). hier gibt es die traditionsreiche hochschule für nachhaltige entwicklung – avantgarde der forstwirtschaften – mit über 2.000 studentinnen sowie einen forstbotanischen garten. ganz in der nähe ist ein urwald, wenn es sowas hier gibt: das biosphärenreservat schorfheide.

fürs wochenende stehen wir auf der baustelle einer „marina“ am finowkanal. mit allem versorgt – sogar mit einem riesigen schwimmbecken mit ungechlortem wasser – früher war hier mal eine badeanstalt.

eine große ruhe kann sich hier ausbreiten – sehr erholsam & inspirierend.

pauline ist bis morgen abend nach berlin gefahren, wo sie auf halber strecke mit ihrer oma verabredet war. lilith – unsere veteranin – wird am montag nach hause fahren. dafür kommt morgen für die letzte woche stephan barbarossa als erster mann seit langem. ich freue mich sehr, daß er noch mal ne woche freigeschaufelt hat und bin gespannt auf alle neuigkeiten.

morgen abend werden wir alle festlich tafeln im „matisse“, das ich noch in bester erinnerung habe – dann sehen sich auch noch lilith & stephan, die sich kennengelernt haben, als wir in ottersberg waren …

11.08.2019 - 01:23

fast siebentausend

nach drei tagen neuruppin haben wir mit dieser band fast siebentausend unterschriften beisammen – unsere covergirls haben die stadt gründlich abgeweidet und an zwei tagen war auf unserem platz markt. sie haben sich beim chef der konsumhölle die erlaubnis geholt, dort zu sammeln. und wieder habe ich die beiden, die dort gesammelt haben, nur morgens & abends zu gesicht bekommen.

das schenk ich den dreien als cover für unser album und als poster für die fans.

wir standen wieder in der nordwestlichen ecke eines riesigen platzes – von den preussen in neoklassizistischem stil weiträumig angelegt. viele alte laubbäume können das bezeugen und leisten weiterhin ihren beitrag zu einem angenehmen klima – auch zwischen den menschen. dann ist da noch der malerische see mit badestellen und einer modernen therme mit sauna & liegewiese & allen schikanen. paula & pauline sind heute nach der frühstück schnell schwimmen gegangen.

ich habe die stadt in bester erinnerung. leider bin ich die letzten vier male zum kampfsammeln hier gewesen und hatte wenig gelegenheit für erkundungen. ich freue mich auf das nächste mal.

weil meine haare mir auf den wecker gingen, habe ich mir die freiheit genommen, gestern morgen einen termin zu verabreden bei „die figaros“, einer seit fünfzig jahren bestehenden frisörinnen genossenschaft, in der – wie ich erfahren habe – tatsächlich nur frauen mitglieder sind. ich habe für meinen haarschnitt die geliebten büschel geopfert, die mir aus den ohren wachsen. die haben meine frisörin in ihrer berufsehre gekränkt. was solls – die wachsen ja wieder nach. ich glaube nämlich, daß ich mit hilfe der ohrhaare besser hören kann.

10.08.2019 - 01:08