der lauf der zeit

läßt sich hier im osten viel besser mit dem puls des lebens sünkronisieren. angesichts der astronomischen uhren in rostock & stralsund habe ich zum ersten mal von der „temporalen stundenmessung“ erfahren: dabei wird die zeit vom sonnenaufgang bis zum sonnenuntergang in zwölf gleiche stunden eingeteilt – ebenso für die nacht. die stunden werden elastisch & lebendig …

ich fühl mich verrückt in andere zeiten.

in den heiligen hallen von kirche & staat spinne ich eifrig fäden zum hier & jetzt.

die „temporale stundenzählung“ war eine bauernzeit – kosmisch gegliedert. da laß ich meiner fantasie freien lauf und finde auch skurrile zeitgenossen.

03.10.2020 - 02:17