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pritzwalk

wieder so ein abgelegenes städtchen, wo ich dem wesen des ortes immer näher komme und die schönsten entdeckungen mache …

an solchen orten kann der omnibus als superorganismus sein volles potenzial entfalten …

wir werden freundlich & wohlwollend aufgenommen und können frei improvisieren

leben & arbeit verschmelzen.

08.08.2019 - 01:11

neues spiel – neues glück

das ist meine neue, weiterhin weibliche band nach getaner tat in pritzwalk – lilith ist die konstante und schon wie von selbst zur ausbilderin avanciert.

paula – mit raspelkurzen haaren & stilvollen klamotten – kommt von der windrather tal schule und will – ähnlich wie mathias ein fachabitur machen und ein langes praktikum am omnibus. sie ist 16 jahre alt und ich muß schon wieder an y.t. denken, meine lieblingsheldin aus snow crash.

wilma habe ich mir für eine solche konstellation gewünscht, um ihr einen ausgleich zu bieten für die zumutung ihrer verunglückten ersten mitfahrt im juni. ich habe sie als zupackende wirtschafterin kennengelernt und konnte mir gut vorstellen, daß sie ganz wesentlich zu einer solchen band beitragen könnte. es scheint ihr zu gefallen …

last not least pauline, deren entfaltung ich ganz wunderfitzig studiere. sie ist im rheinland geboren & aufgewachsen und hat in bonn einen mix aus ökonomie & jura studiert. bis vorigen winter war sie mir ein sehr sympathisches rätsel, das sich schlagartig auflöste, als ich erfahren habe, daß ihre wurzeln nach osten reichen, genauer: nach leipzig. das ist die stadt im osten, die mir mit jedem besuch besser gefällt. wie auch die frauen im osten, besonders die, die noch die ddr miterlebt haben. mit pauline erlebe ich jetzt mal eine frische & junge verkörperung ostdeutscher weiblichkeit – im westen sozialisiert. verrückt. ich freue mich immer, sie dabei zu haben.

aus dem stand haben wir in pritzwalk, einer stadt mit 12.000 einwohnerinnen im nordwestlichen zipfel des menschenleeren brandenburg, am ersten tag 358 unterschriften gesammelt – mehr als in jeder großstadt. das ist fänomenal. ich bin ganz unverschämt der hahn im korb.

danke, mädels

(wilma ging leider zu weit abseits)

07.08.2019 - 00:54

fliegende wexel

von potsdam aus gings nach hennigsdorf, rund 25.000 einwohnerinnen, standort der schwerindustrie – zum beispiel werden hier lokomotiven gebaut, 45 jahre ganz nah an der mauer von westberlin in der ddr. heute dreißig jahre im speckgürtel der bundeshauptstadt, im schönen havelland. das macht mich kribbelnd wunderfitzig.

zwei zeitungen haben mitgespielt und am ersten tag war markt – die eingeborenen haben erzählt, daß donnerstag am meisten los ist. also hatten wir am ersten tag unser zweitbestes tagesergebnis …

die einheimischen waren freundlich & entgegenkommend. zwischendurch hats gewittert & geregnet. der kontrast zu potsdam war hochinteressant und ich konnte architekturgeschichte studieren.

dieses morfo ist ein herzlicher dank an meine mädels für das unverschämte glück, der hahn im korb zu sein:

freitag abend sind wir schnurstracks 25 kilometer durch spandau zu meiner lieblingsandockstelle für berlin gefahren: zur waldorfschule havelhöhe in alt kladow, in fußläufiger nähe zu den tietzens, wo lilith & ich ein traumhaftes wochenende verbracht haben. gestern abend hat uns egon zum italiener am wannsee eingeladen und wir konnten uns angeregt auf den neuesten stand bringen. egon hat uns dnnn im dunkeln mit dem auto zum omnibus gebracht und noch eine maschine kochwäsche mitgenommen. heute mittag sind wir dann wieder den schönen weg zu ihm gelaufen, haben die an der frischen luft getrocknete bettwäsche zusammengefaltet und den schlüssel der schule an egon zurückgegeben. wir haben zusammen eis aus der weithin berühmten eisdiele geholt und auf der terrasse genüßlich verspeist. egon hat sich meine postkartenedition angeschaut und wünschte sich einen vollen satz – das hat mich sehr gefreut.

wieder so ein kurort – ruhe & frieden.

04.08.2019 - 23:50

v = victory

ehe ich mich versah, sind camilla & deva schon wieder weg bzw. in meine wohnung zurückgefahren. tagsüber habe ich sie nicht zu gesicht bekommen und abends sind sie früh ins bett gegangen. nicht mal ein wochenende haben wir miteinander verbracht und sie haben nur eine einzige fahrt miterlebt.

gleichwohl war ihr blitzbesuch ein voller erfolg – wir sind jetzt bei 5.124 unterschriften angelangt. in kleinen städten sind wir viel effizienter – wenn die medien mitspielen. die mädels gehen so liebevoll mit meinen schrullen um, daß ich mich warm geborgen und allseits bereit fühle.

und spät in der nacht noch sitze & schreibe …

03.08.2019 - 02:29

es stimmt

das ist wirklich die schokoladenseite – hier noch veredelt durch den omnibus dahinter..

auf diesem gepflasterten adler bin ich die ganze zeit mit nackten füßen herumgelaufen – für mein gegenüber stand da schon „w“ wie werner.

zwischendurch hats geregnet und simone hat mal wieder ein plastisches solo gespielt: sie hat plastikhüllen zerschnitten und die unterschriftsbögen damit durchsichtig abgedeckt. das liebe ich an ihr und weiß genau, warum sie bildhauerei studieren will. deshalb nenne ich dieses morfo „für simone“.

02.08.2019 - 00:29

septett (mindestens)

sowas hätte ich mir nicht ausdenken können – eine band mit soviel weiblicher kraft & ausdauer – die metapher vom bienenfleiß ist da eine niedliche verharmlosung.

ich fühlte mich wie im schoß der großen mutter.

wir haben in potsdam über tausend unterschriften gesammelt und ein rundum gelungenes gastspiel gegeben – völlig reibungslos. mit gastauftritten von simone & dorothee, die jetzt schon wieder weg sind. deva & camilla bleiben uns auch nur noch zwei tage erhalten.

am schönsten war, daß die frau, die uns die nutzungsgenehmigung erteilt hat, extra vorbeigekommen ist, um sich nach unserem wohlergehen zu erkundigen. leider war ich da nicht am omnibus … sie hat gesagt, der omnibus sei so schön und unser anliegen so wichtig, daß sie ihn ausdrücklich mitten auf den platz haben wollte. die touristen könnten das brandenburger tor vom luisenplatz aus viel besser fotografieren – das sei die schokoladenseite …

darüber habe ich mich so gefreut, daß ich sie heute angerufen und mich herzlich bei ihr für diese würdigung meiner arbeit bedankt habe.

01.08.2019 - 00:48

viertausend

mit viertausend glatt haben wir den zweiten tag in der landeshauptstadt beendet – puh. die sonne erschien erst, als vor dem omnibus schon schatten war. wettermäßig gut auszuhalten. zur feier des tages haben wir in einem persischen restaurant, das ich vom letzten mal kannte, lekker gegessen.

die mädels schlummern schon lange und ich finde die seltsamsten bilder …

31.07.2019 - 00:53

girls run the world

fünf mädels & ich – das war heute die konfiguration – camilla war noch nie am omnibus, hatte aber mit deva die perfekte lehrmeistin. sie sind mit der straßenbahn nach babelsberg gefahren und ich habe sie den ganzen tag nicht gesehen. simone & lilith sind im fußläufigen umfeld ausgeschwärmt und dorothee hat mich am omnibus unterstützt – ein lokaler tv sender und eine zeitung waren da. lauter logistische & technische sachen haben mich vormittags beschäftigt, aber beim sammeln vor dem omnibus habe ich mich längst nicht ausgelastet gefühlt. am abend hatten wir zwar über 300 unterschriften beisammen, aber in luckenwalde hatten wir am zweiten tag zu viert 388 unterschriften. die landeshauptstadt sollte sich schämen.

es war sehr heiß und am nachmittag gab es ein unentschlossenes gewitter, das ein wenig kühle brachte.

ich schaute den ganzen tag in die flaniermeile der ddr – fußgängerzone seit den siebzigern. eines der vielen architektonischen ensembles, die es durch die vermaledeiten preussen in der stadt zu studieren gälte, wenn ich dazu käme – vor lauter gute laune sammeln. das ist eine haltung, die mich zeitlich voll in anspruch nimmt.

30.07.2019 - 00:49

potsdam

durch uralte eichenalleen sind wir in die landeshauptstadt gegondelt, wo wir erstaunlicherweise symmetrisch mitten auf dem platz stehen dürfen. lilith hat mich zuverlässig dahin gelotst.

am abend sind deva & camilla, die beiden mädels, die im moment in meiner wohnung wohnen, für eine woche zu uns gestoßen – es bleibt einstweilen bei „beuys & girls“. morgen kommen noch simone und dorothee, um uns in dieser stadt des industriellen tourismus zu unterstützen, zu der ich ein sehr ambivalentes verhältnis habe – das protzen der preußen finde ich zum kotzen. aber sie haben wenigstens diese wunderbaren eichen gepflanzt. nicht nur die eichen, sondern die prachtvollsten solitäre & botanischen raritäten. da bin ich dankbar …

ich hoffe nur, wir treffen genügend ureinwohnerinnen & stimmberechtigte.

29.07.2019 - 01:39

höhlenmalerei

hab ich beim herumstreifen am samstag im weichbild der havel entdeckt … unterwegs in die altstadt. brandenburg ist eine stadt am wasser und bei diesem wetter ist da hochbetrieb. bei unserem ersten aufenthalt hier haben wir uns ein kanu ausgeliehen – wahrscheinlich ist das 17 jahre her. mit jedem besuch lerne ich mehr über die stadt und weiß dann schon, welche punkte ich das nächste mal anvisiere werde.

deshalb konnte ich meine engel am donnerstag abend auch zu einem üppigen abschiedsschmaus in die „werft“ einladen – da hängt ein veritabler achter an der decke! wir haben allerdings draußen am ufer gesessen. alles bio.

29.07.2019 - 00:50