bis zum anschlag

  

ich bin wieder im „der mann, den sie pferd nannten“-modus. die letzten anderthalb wochen sind wir wieder jeden tag woanders, fahren im dunkeln durch „eingeschränktes lichtraumprofil“, gehen was essen … dann ist es elf uhr abends und ich war den ganzen tag im vollgas-betrieb. ich zwinge mich zu meinen tausend schritten, damit ich nicht hektisch & launisch werde. ich höre musik (z.b. „the pinkprint“ von nicki minaj – das kenne ich in- & auswendig. einige stücke finde ich sehr gelungen) und versuche, möglichst breitbandig die atmosphäre des orts wahrzunehmen. wenn es wasser gibt, gehe ich zum wasser.

erst danach komme ich dazu, hier was zu schreiben. die anderen sind schon alle im bett. und wenn ich schreibe, bin ich schon wieder ganz woanders.

   
 

in meinem bett schlafe ich dann morgens mit eingeschaltetem schoßcomputer ein.

und so weiter und so fort. da waren wir gestern:

   
    

da ist angela merkel aufgewachsen. die straßen sind seit urzeiten grob & unverwüstlich gepflastert, aber die gehwege haben ein feines schlangenhautartiges pflaster („erfurter passe“ sagen die galabauer dazu). das laufen darauf ist anregend wie eine fußreflexzonenmassage – das ultimative antideppressivum (ich schreibe das absichtsvoll mit zwei p). in templin ist mir das plötzlich in vollem umfang klargeworden. damit ich länger etwas davon haben konnte, habe ich mich auch prompt verlaufen und mußte am ende mein eifohn zu hilfe nehmen, um mich zu orientieren.

  

28.10.2015 - 01:17