nicht ohne maria

maria mußte in der nacht zum mittwoch arbeiten, also haben wir es gelassen, den beuys-film im delphi anzuschauen. das hat mir die gelegenheit  gegeben, nicht nur „sacred economics“ zuende zu lesen, sondern auch den fettesten ersten wälzer von charles eisenstein zu beginnen „the ascent of humanity“, in der deutschen ausgabe unglücklich übersetzt mit „die renaissance der menschheit“. richtig übersetzt würde es heißen: „der aufstieg der menschheit“.

fast 800 seiten, von denen ich jetzt schon 200 gelesen habe: eine überaus anregende, weit ausgebreitete grundlagenarbeit voller überraschender einsichten – für mich sofort auf den alltag anwendbar …

am mittwoch abend hat sich egon extra zeit genommen, mit uns in der riviera am ufer des wannsees essen zu gehen. mathias & ich sind vor einer gewitterfront dorthin durch den wald gelaufen und haben mit knapper not das trockene erreicht. während wir lekker gegessen & vertraulich geredet haben, hat sich draußen heftig was entladen. 

der rückweg durch den dunklen wald war für meine nackten füße eine symphonie sensorischer sensationen & kitzel.




dann kam maria mit dem X34 – und hat mir ein kleines konzert gegeben: beethoven, bach & mozart. ich konnte eine virtuosin bei der arbeit studieren. ich müßte mindestens 150 jahre alt werden, um noch soviel technik zu lernen – diese einsicht hat mir dann die schönste meiner drei klaviernächte ermöglicht – ich habe richtig loslassen können und zum beispiel mit lokker rollenden fäusten & weit gespreizten greifvogelklauen gespielt – adagio.

die zeit hob sich auf wie beim gong spielen.




die havelhöhe ist eine traumhaft schöne omnibus-haltestelle. ich kann mich hier in dieser ruhigen exklave auf vielen ebenen erholen & vergewissern.




das nenne ich eine soziale werkstatt. einmal baumelten kleine kinder in großen tuchschlaufen – in diese turnstunde wäre ich am liebsten sofort eingestiegen …




bis zum nächste mal – fare well !!!


26.05.2017 - 00:06