mea culpa

ich habe den tod einer üppigen hortensie auf dem gewissen – sie akzentuierte perfekt die märchenhafte atmosfäre. ich habe mich damit getröstet, daß ich nun seit zwei jahren keine rosen mehr gemordet habe, seit die rose, ohne die wir es bekanntlich nicht tun, eine von frauen aus dem erzgebirge vor langer zeit in heimarbeit kunstvoll angefertigte rose ist, an der ich meine helle freude habe, weil sie beweist, daß wir heilung in der kunst finden können.

dankbar schenke ich den lebendigen artgenossinnen meine volle aufmerksamkeit und fertige meine eigenen morfos an.

05.06.2018 - 00:24