soest

soest ist jedesmal ein ausflug in westfälischen wohlstand – im guten wie im schlechten.

letztes mal war ich 2013 hier, im rahmen von „der aufrechte gang“. für den omnibus ist es schweinisch teuer hier: wir haben für drei tage 199 euro gebühren bezahlt ohne stromanschluß.

zum vergleich: hier stehe ich jetzt, im viel kleineren & jüngeren beckum – und wir zahlen 10 euro für zwei tage mit stromanschluß.

zurück nach soest – ich durfte mir in freundlichem einvernehmen mit der dame vom amt den besten platz aussuchen. das wetter war ein zickzack mit regen. am dritten tag wurde zum ersten mal in der zeitung der kern meiner botschaft leicht verhunzt abgedruckt. ich spreche immer von einer „blankovollmacht“.

die stadt ist uralt und der platz war wunderschön. die ältesten gebäude sind unglaublich massive sakralbauten aus einem grünen sandstein. daraus bestand die ursprüngliche stadt. diese schwerfällige stadt aus grünen steinen wurde (durch krieg?) zerstört und vor circa 500 jahren in fachwerkbauweise wieder aufgebaut – viel organischer & ökologisch intelligenter. jetzt gibt es 600 denkmalgeschützte gebäude. wenn die studiengebühren nicht so hoch wären, könnte ich hier wochen verbringen.

schräg gegenüber: „zum wilden mann“ – da konnten wir die toilette benutzen. im fünfzig meter entfernten reformhaus durften wir uns an den strom anschließen. neben uns im ratskeller konnten wir für sieben euro unseren wassertank auffüllen.

die – am publikumsverkehr gemessen – wenigen gespräche waren umso besser.

ich versuche, mein fazit mal mit einem morfo auszudrücken:

jedenfalls: viel zu teuer !

17.10.2019 - 01:12