Archiv der Kategorie: Allgemein

zuhause ?

hier in witten ist meine höhle & studierstube für den winter. vollkommen komplementär zu meiner zeit im omnibus. zeitreise & reisezeit. das verschränkt sich hier in eigenartiger weise. die perspektiven oszillieren und ich sehe ganz neue bilder.

im winter verlasse ich meine höhle so selten wie möglich und jetzt beschnuppere ich wunderfitzig das wesen der stadt auch im hinblick auf intelligente umnutzungen & anpassungen an die gegenwart.

hier sind alle architektonischen sünden der jahre seit dem zweiten weltkrieg zu besichtigen. die stadt ist so häßlich, daß sie mir richtig leid tut und daß ich meine fantasie spielen lasse, um herauszufinden, wie ihr commonisch zu helfen wäre. fürs erste habe ich begonnen, zarte bande zu knüpfen: wenn die tour zu ende ist, bin ich mit einer redakteurin der tageszeitung verabredet, um über unsere tour zu berichten und auf die besondere verbindung zwischen witten & omnibus hinzuweisen. daraus könnte sich ein commonisches ritual mit gemeinsamem nutzen entwickeln.

11.10.2019 - 00:25

home turf

nach vielen warmen abschieden sind wir sonntag nacht holterdipolter & mit gemischten gefühlen zum ersten mal in unserer „heimatstadt“ gelandet. das schönste war, daß wir ausdrücklich eingeladen waren. und siehe da: in hattingen experimentieren sie mit der „eßbaren stadt“ …

ich war befangen, weil ich glaubte, hattingen schon gut zu kennen und mich zunächst von meinen vorstellungen freimachen mußte, um meine vertraute perspektive zu finden.

dann habe ich über das wesen von hattingen an einem tag mehr gelernt als in den neunzehn jahren zuvor.

und ich spiele wieder mit einer neuen combo: mit lisa der seiltänzerin & mit milena der medizinstudentin – beide waren schon mehrfach beim kampfsammeln dabei und kannten sich bisher nicht. wir waren sofort unisono.

wir sind von allen amtspersonen freundlich & hilfsbereit betreut worden und haben wunderfitzig die atmosfäre beschnuppert. ich freue mich schon auf das nächste mal und wünsche mir, daß die stadt auch damit für sich wirbt, daß der berühmte omnibus für direkte demokratie hier seinen heimathafen hat.

alle hatten viel freude an dem tonfall der gespräche – für lisa war der singsang ganz neu. vielleicht sollten wir für das ende der tour immer hattingen & witten wählen … mitte oktober. dann könnten wir in der heimat erzählen, was wir im laufe des jahres erlebt haben.

es ist spät und schon ganz ausgestorben.

09.10.2019 - 01:19

jubel & trubel

& fliegende teppiche auf der zweiten wo lang konferenz – ich konnte mit voller analoger bandbreite verbindungen fürs leben knüpfen, losgelöst von raum & zeit. und mich am wiedersehen mit meinen engeln erfrischen, die diesen wunderbaren wirbelwind in meinem alltag ermöglicht haben.

die reine sinnenfreude, in die ich mich dankbar fallen gelassen habe …

samstag nacht habe ich wieder getanzt – zu jona sobarteh aus westafrika. leider kam zwischendurch immer wieder maschinenmusik und die anlage war so schlecht, daß vertraute lieder ganz unkenntlich wurden. die afrikanische musik ist aber vielen unwiderstehlich in die glieder gefahren und hat die tanzfläche gefüllt. die vasenförmige kabellose soundanlage, die ich mir wohlweislich zugelegt hatte, ist um klassen besser – das hat sie spät in der nacht und am sonntag beim abbau praktisch bewiesen. leon hat mir versprochen, daß ich bei der nächsten wo lang konferenz exklusiv für das saturday night fever sorgen darf.

parallel lief eine kunstaktion, bei der alle den boden mit veränderbaren regeln praktisch begreifen durften.

jedenfalls war die konferenz eine runde sache & ein voller erfolg, zu dem ich allen herzlich gratuliere.

bravissimo !!!

08.10.2019 - 01:21

manfred mensch mayer

hat mir ein unglaubliches geschenk gemacht: mein lachendes konterfei ist auf einem geldschein abgebildet und ich werde da als „gemeinwohlpionier“ bezeichnet.

lilith & ich haben mit ihm ein gelassen erholsames wochenende an der periferi der altstadt verbracht – wir haben ihn in seinem schönen haus besucht, in dem es zwei duschen gibt. wir haben uns wexelweise auf den neuesten stand gebracht & praktische erfahrungen ausgetauscht. manfred würde ich ohne zögern als repräsentanten meine stimme geben.

persönlich vertraute in die parlamente!

04.10.2019 - 00:24

keine freie zeit

die daten für dieses selbstportrait hat lilith mir geschenkt – ich bin mitten in der gegenwart und komme nicht zum schreiben …

03.10.2019 - 02:11

heileit

unser aufenthalt in pfaffenhofen gipfelte in einer feierlichen ausstellungseroffnung zum 15. geburtstag des „hallertauer“, den zu einem entscheidenden anteil manfred mensch mayer aus der taufe gehoben hat. auf seinen ausdrücklichen wunsch hin hat johannes stüttgen den eröffnungsvortrag gehalten.

er hat vorgeschlagen, unsere innere kälte doch wenigstens zur abkühlung der mutter erde umzustülpen in heilsame energie.

das ganze fand hoch oben im ratssaal des bildschönen rathauses statt. anschließend sind wir auf „die insel“ gegangen, in ein großzügig angelegtes modernes restaurant, das wir am abend zuvor ausgekundschaftet hatten. ich war ganz heiß auf die rehlendchen. sie haben dann meine schönsten erwartungen übertroffen. und wie schon beim jubiläum des talhofs hat meine alte freundin ulrike stüttgen ihren mann begleitet – es ist mir immer eine freude, sie zu sehen.

lilith ist bereitwillig & selbstverständlich in die arbeit eingestiegen – dabei war sie vorher nur vier lange wochen beim kampfsammeln dabei – das ist eine völlig andere welt. wie alma ist sie gelungene weiterentwicklung ihrer eltern und hat sich schnell mit dem neuen alltag vertraut gemacht.

das ist mein fan poster von ihr. zu brigitte verbinden sie ganz alte fäden, denn ihre mutter ist brigitte’s beste freundin. unsere band hatte mal wieder die ultimative besetzung. besser gehts nicht.

01.10.2019 - 00:49

anataler rückflug

nach taiwan für enoch, mit meinen augen gesehen, eine lichtbildhauerei. als reportage mitten aus meinem leben.

jimi hendrix läßt grüßen !

30.09.2019 - 23:26

der letzte salto

zurück in die letzte lükke in der kronologie. wie neugeboren sind wir sonntag abend vom gut hohenhain nach eckernförde gefahren …

auf meinen besonderen wunsch, weil ich da schön lebhafte erinnerungen hege. in letzter minute hatten wir organisieren können, daß ich nicht nach itzehoe mußte. ich hatte mir vorgenommen, in der letzten woche noch mal richtig gas zu geben und axelzukkend in kauf genommen, daß der omnibus aus allen nähten platzte – die seiltänzerin lisa ist für zwei tage eingesprungen und johannes, der busenfreund von enoch. wir waren eine perfekt eingespielte band und hatten uns bis in die nacht hinein viel zu erzählen …

für den rest der schleswig holstein tour sind dann noch olli & shanti als frischlinge zu uns gestoßen, die für jemanden eingesprungen sind. und in lübeck ist unverhofft dorothee für zwei tage dabeigewesen – wie in potsdam. obwohl sie nicht im omnibus übernachtet hat, hat sie am letzten tag beim sammeln alle bei weitem übertroffen.

zurück nach eckernförde:

auch dieses mal waren wir bei launischem wetter ziemlich erfolgreich:

und als ich die hoffnung, ihn zu sehen, längst aufgegeben hatte, ist mein freund gandalf extra aus kiel gekommen, um feierlich bei mir zu unterschreiben. so konnte ich ihn mit enoch bekannt machen – zwischen den beiden hat es auch gleich gefunkt. freude allenthalben.

damit fühle ich mich von dem kapitel volksbegehren zum schutz des wassers befreit und bekenne zum schluß ganz ausdrücklich, daß ich beim gutgelaunten kampfsammeln ganz in meinem element bin und heimatliche gefühle entwikkle.

30.09.2019 - 00:04