
dir ist mal wieder ein ikonisches bild gelungen – ich rolle für den landtagspräsidenten die ausbeute der volksinitiative zum schutz des wassers in den landtag von schleswig-holstein.
das könnte man schön fürs „heitere berufe-raten“ verwenden.

dir ist mal wieder ein ikonisches bild gelungen – ich rolle für den landtagspräsidenten die ausbeute der volksinitiative zum schutz des wassers in den landtag von schleswig-holstein.
das könnte man schön fürs „heitere berufe-raten“ verwenden.

obwohl ich eine nachteule bin, bleiben hier viele lücken. raum & zeit oszillieren. szenarien wexeln in dichter folge …

am schönsten war für mich, zusammen mit sofia nach klein jasedow zu fahren. sie ist eine fleißige & ernsthafte forscherin geworden. wir waren gleich unisono mitten drin im leben und mühelos vertraut miteinander.

dieser blumenstrauß ist eine koproduktion mit gleitend ineinander übergehenden lebenszyklen und kommt meinem bemühen zu hilfe, die blumen geruhsam welken zu lassen und ihren vollen lebenszyklus zu zeigen.


und dankbar haben uns die wild wachsenden blumen zu einer oper eingeladen …

mit diesem remix will ich mich bei sofia für die schöne zeit bedanken.

ich bin ganz ganz ganz woanders. in einem wirbel prallen lebens haben sich die ereignisse überschlagen und ich hätte über die letzte woche noch viel zu erzählen. ich habe mir vorgenommen, hier nur zu schreiben, wenn ich nichts besseres zu tun habe. wobei besser auch bedeuten könnte: mehr zu schlafen.


ich bin hier aus dem takt geraten, denn ich habe mich völlig herausfallen lassen aus dem ticktack der uhr – zu viele frugale ereignisse & gegebenheiten. klein jasedow ist eine wunderbare wärmequelle. ich bin noch ganz erfüllt davon ganz woanders und weiß nicht, wo ich anfangen & was ich weglassen soll …

ich fang mal mit den gongs an, denn das war epochal – ich habe experimentelle ausflüge unternommen und fast nur mit bloßen händen gespielt. weil der zweimetergong eine einzigartige gelegenheit bietet, die ich nur alle zweidrei jahre wahrnehmen kann, habe ich mich bisher immer auf diesen gong konzentriert … es gibt davon nur sieben auf der ganzen welt!

dieses mal hatte sich dem ein neuer riesiger erdgong hinzugesellt – der erste & einzige seiner art. ich liebe die erdgongs, weil sie ein melodiöseres spiel ermöglichen, aber weil es sie bisher nur bis höchstens 1,20 m durchmesser gab, habe ich mich lieber auf die viel selteneren großen cosmosgongs konzentriert.

dieser neue gong paßte mir wie angegossen und ich konnte mich voll verausgaben …
neuerdings übe ich mich darin, dem klang ein elektrisches knistern & zittern hinzuzufügen und suche nach den besten werkzeugen dafür. gerade jetzt habe ich eine einleuchtung – bei nächster gelegenheit werde ich ganz normale dünne trommelstöcke ausprobieren.


heute (10.06.) hatte freya geburtstag und ich hoffe, mir dieses datum nun für immer eingeprägt zu haben. ich hatte das vergnügen, ausführlich mit ihr am telefon zu sprechen – sie hatte auf dem display ihres smartfohns gesehen, daß ich versucht hatte, sie anzurufen und meine mit der hand geschriebenen glückwünsche und fliegenden teppiche noch nicht gesehen. also konnte ich ihr doppelt & dreifach gratulieren.
seit sie meine tour plant, ist sie auch meines glückes kunstschmiedin. und jetzt tritt sie in wiesbaden mit einem impulsreferat über „heilige wirtschaft“ auf. mit ihr erlebe ich immer wieder zeichen & wunder. sie hilft mir, mich dem leben & der arbeit ziemlich lokker hinzugeben und zwischendurch tiefen frieden zu empfinden. herzlichen dank.


oszilliert es zwischen waren an der müritz & kalbe an der milde. in waren riecht es nach geld aus dem westen – es gibt keine leer stehenden geschäfte und die meisten häuser sind restauriert, aber der industrielle tourismus ist ein kolonialistischer überfall, von gnadenlosem wachstumszwang getrieben. es wird langsam eng hier und die ureinwohnerinnen können sich ihre wohnungen nicht mehr leisten.


am zweiten tag standen wir auf dem neuen markt. das wetter ist unwirklich schön. jaromir, ein 14-jähriger aspirant, der einen sehr aufgeweckten eindruck macht, hat für zwei tage bei uns reingeschnuppert und eine nacht im omnibus verbracht. unter angenehmen umständen können wir uns vom pausenlosen kampfsammeln in das antipodische paralleluniversum der „normalen arbeit“ einschwingen, das einen viel weiteren zeithorizont hat.

das ist mein gute-nacht-morfo dazu …

nach einer kontemplativen fahrt durch schöne dörfer & landschaften sind wir in eine völlig kontrapunktische welt gepurzelt – waren am großen müritzsee, inmitten der mecklenburgischen seenplatte. direkt nach der übernahme haben sich die touristikkonzerne des westens auf diese zeitlos schöne attraktion gestürzt und ihre industrielle ausbeutung begonnen. ich war seit 15 jahren nicht mehr hier und muß mich ganz neu orientieren – ich erkenne kaum was wieder unter dem mantel der bequemlichkeiten des massentourismus.

wohlgemerkt: es ist weiterhin traumhaft schön hier und die verwaltung funktioniert wie geölt. ich frage mich nur, ob die ureinwohnerinnen auch etwas davon haben und versuche, die reichen rentnerehepaare aus dem westen samt ihren sündhaft teuren elektrischen fahrrädern & yachten wegzuabstrahieren.

außerdem ist unverhofft katharian zum omnibus gekommen, der im alter von drei jahren zusammen mit seiner mutter zum ersten mal mitgefahren ist. wir erinnern uns beide mit vergnügen daran, wie ich ihm während der fahrt das wort „exterritorial“ beigebracht habe. jedes mal, wenn er in den omnibus kommt, fühlt er sich sofort zuhause. so war es auch im letzten herbst in weimar, als wir uns nach acht jahren wiedergesehen haben. ich fühle mich mit ihm unmittelbar voll verbunden und freue mich schon auf die zusammenarbeit.


in schönstem einvernehmen haben wir heute das pfarrhaus zur omnibus-haltestelle gekürt und allerlei pläne geschmiedet …
die unermüdliche corinna als treibende kraft hinter dem regionalentwicklungsprojekt „künstlerstadt kalbe“ sucht händeringend studentische hilfe und hat ziemlich einmalige konditionen zu bieten: 500 euro im monat und kostenloses wohnen in der ehemaligen bademeisterwohnung im freibad, das auch zugänglich ist. außerdem gibt es noch 1.000 euro für die entwicklung eines eigenen projekts und viele dankbare aufgaben & freiheiten. wir haben dieses städtchen richtig liebgewonnen und sehen tausend potentiale für die fachrichtungen kunst, musik, ppö, kulturwissenschaften, architektur & raumplanung, regionale ökonomie … usw.

wer konsequent und in himmlischer ruhe seinen fragen folgen und seine eigenen potentiale entdecken will, kann hier unter optimalen bedingungen angewandte wissenschaften betreiben.

ich habe den tod einer üppigen hortensie auf dem gewissen – sie akzentuierte perfekt die märchenhafte atmosfäre. ich habe mich damit getröstet, daß ich nun seit zwei jahren keine rosen mehr gemordet habe, seit die rose, ohne die wir es bekanntlich nicht tun, eine von frauen aus dem erzgebirge vor langer zeit in heimarbeit kunstvoll angefertigte rose ist, an der ich meine helle freude habe, weil sie beweist, daß wir heilung in der kunst finden können.

dankbar schenke ich den lebendigen artgenossinnen meine volle aufmerksamkeit und fertige meine eigenen morfos an.
