ich bin angekommen



in einem ganz alten omnibustraum: die wo lang konferenz hat mich voll in einklang gebracht mit einer vibrierenden lebendigkeit.




das war gestern nacht mein tanzboden, auf dem ich mich zum ersten mal seit vielen jahren so richtig schön verausgabt habe – zwischen lauter eurhythmistinnen! die musik war furchtbar – lauter brüche & hindernisse, irgend so’n pseudozeugs. ich hätte aus meiner riesigen mediathek so wilde sachen einspeisen können – aber die digitalen eingeborenen hatten das mal wieder nicht drauf.

damit das nicht noch einmal passiert, werde ich mir so ein kabelloses zylindrisches boseteil besorgen, das ich schon ausprobiert hatte & gekauft hätte, wenn wir mit maria den beuys-film angeschaut hätten. und – wer weiߟ? – vielleicht gibt es dann ja mal öfter modernen tanz vor dem omnibus. 

mir hat das freie tanzen jedenfalls sooo gut getan, daߟ ich dem wo lang team allein dafür ewig dankbar sein werde. und all den wunderbaren enkelinnen, die ich getroffen habe.




und das ist noch längst nicht alles, für das ich sehr dankbar bin – aber wir sind jetzt schon wieder ganz woanders und es ist schon spät …



wo lang

jetzt sind wir glücklich in der alanus-hochschule gelandet, wo morgen die wo lang konferenz beginnt.




und ich kann langsam von der seltsamen woche und dem langen ritt herunterkommen und freue mich, daߟ es jetzt erst null uhr achtzehn ist.




seht ihr auch alle das gesicht des omnibus in diesem bild ?


nicht ohne maria

maria muߟte in der nacht zum mittwoch arbeiten, also haben wir es gelassen, den beuys-film im delphi anzuschauen. das hat mir die gelegenheit  gegeben, nicht nur „sacred economics“ zuende zu lesen, sondern auch den fettesten ersten wälzer von charles eisenstein zu beginnen „the ascent of humanity“, in der deutschen ausgabe unglücklich übersetzt mit „die renaissance der menschheit“. richtig übersetzt würde es heiߟen: „der aufstieg der menschheit“.

fast 800 seiten, von denen ich jetzt schon 200 gelesen habe: eine überaus anregende, weit ausgebreitete grundlagenarbeit voller überraschender einsichten – für mich sofort auf den alltag anwendbar …

am mittwoch abend hat sich egon extra zeit genommen, mit uns in der riviera am ufer des wannsees essen zu gehen. mathias & ich sind vor einer gewitterfront dorthin durch den wald gelaufen und haben mit knapper not das trockene erreicht. während wir lekker gegessen & vertraulich geredet haben, hat sich drauߟen heftig was entladen. 

der rückweg durch den dunklen wald war für meine nackten füߟe eine symphonie sensorischer sensationen & kitzel.




dann kam maria mit dem X34 – und hat mir ein kleines konzert gegeben: beethoven, bach & mozart. ich konnte eine virtuosin bei der arbeit studieren. ich müߟte mindestens 150 jahre alt werden, um noch soviel technik zu lernen – diese einsicht hat mir dann die schönste meiner drei klaviernächte ermöglicht – ich habe richtig loslassen können und zum beispiel mit lokker rollenden fäusten & weit gespreizten greifvogelklauen gespielt – adagio.

die zeit hob sich auf wie beim gong spielen.




die havelhöhe ist eine traumhaft schöne omnibus-haltestelle. ich kann mich hier in dieser ruhigen exklave auf vielen ebenen erholen & vergewissern.




das nenne ich eine soziale werkstatt. einmal baumelten kleine kinder in groߟen tuchschlaufen – in diese turnstunde wäre ich am liebsten sofort eingestiegen …




bis zum nächste mal – fare well !!!


mein ertrag



des shootings in berlin sind diese beiden bilder und wundervolle tage in der havelhöhe und zweimal in einer woche quer durch deutschland bei strahlendem wetter im „der-mann-den-sie-pferd-nannten“-modus.



gelassen

ich habs gelassen, hier aufzuholen mit den ereignissen und habe lieber klavier gespielt …



X34

gestern bin ich mit dem X34 von der havelhöhe in die stadt gefahren und habe auf der hin- & rückfahrt da gesessen, wo ich in meinem omnibus nie sitzen kann: vorn oben in der aussichtskanzel. der X34 fährt durch bis zum bahnhof zoo. dort muߟte ich noch einmal umsteigen …

ich habe maria besucht in ihrer schönen neuen wg mit kleinkind, dessen eltern und einem weiteren mitbewohner. sie wohnt ganz oben – opi da lang kam schön ins schnaufen – aber das treppensteigen lohnt sich dort: wohnzimmer & küche waren sonnig hell. im wohnzimmer steht auch ihr klavier. während sie dort eine unterrichtsstunde für eine junge mutter gab, habe ich ihren kiez erkundet und in einer schönen kleinen buchhandlung zwei auserlesene bücher gekauft.

wir haben verabredet, am mittwoch um sechs im delphi-kino am zoo den beuys-film anzuschauen … von dort aus kommt sie dann mit zum omnibus, so daߟ wir am donnerstag nach dem frühstück zusammen nach alfter fahren können.  sie hat mich noch zur richtigen buslinie gebracht und wir sind mindesten drei stationen zu fuߟ gelaufen, während wir uns angeregt unterhalten haben.

vom bahnhof zoo ging es dann mit dem X34 wieder zurück nach alt-kladow.




unterdessen hatten die jungs den omnibus für unser fotoshooting auf hochglanz poliert. abends kamen brigitte & michael und haben bei uns im omnibus geschlafen …

sacred economics 2

zitat:

„a thousand years from now, when money is so different from what we know today that we might not even recognize it as money, the basic idea of investment will remain. 

we will always have the wherewithal – increasing over time – to create marvels through collective human effort and in partnership with „Lover Earth“. at the most basic level, sacred investing is simply the intentional channeling of this superabundance toward a creative purpose. it begins with the meeting of needs and unfolds into the creation of beauty.“


sacred economics

der sonntag & die ruhe & die abgeschiedenheit haben mir erlaubt, mich ausgiebig meinen studien zu widmen. ich bin ein groߟes stück weitergekommen mit „sacred economics“. ohne es zu wissen, ist charles eisenstein zu meinem lieblingsprofessor avanciert – von ihm lerne ich gerade am meisten im hinblick auf freigiebigkeit & ge-lassen-heit.




das nenne ich konkrete poesie – damit kann ich sofort etwas anfangen und meine haltung besser ausbalancieren. ich sehe unendlich viele anknüpfungspunkte. zum beispiel entscheide ich jetzt ganz lokker, das klavierspiel heute ausfallen zu lassen.



wie im märchen

unser platz hier in der havelhöhe ist märchenhaft schön. wir sind mit allem versorgt  und haben egon’s schlüssel für die schule.




so eine verrückte waldorfschule hätte ich nicht für möglich gehalten – da können die schülerinnen kein abitur machen !!!  da bin ich aus vollem herzen neugierig und öffne bereitwillig alle kanäle …




gestern nacht habe ich im eurhythmiesaal seit langem mal wieder ausführlich klavier gespielt. das war erstmal viel lokkerungsarbeit – bis ich mich aus der uhr-zeit voll ausgeklinkt und auf den pentatonischen raum konzentriert habe: das war der übergang zu etwas wildem & freiem. da konnte ich mich differenziert & sentimental austoben.



das hat sich angehört wie diese drei fliegenden teppiche …


wie im fluge



im bewährten „der-mann-den-sie-pferd-nannten“-modus bin ich heute bei schönstem reisewetter nach berlin geflogen. von mir aus gesehen, hatte mathias heute seinen ersten geburtstag. seit einem jahr haben wir eine gemeinsame entwicklung und ich lote immer weiter die möglichkeiten des oszillierenden rollentauschs aus.

wir sind beide eigenbrötler und reden am liebsten nur das nötigste, weil wir so beschäftigt sind – was ist das gegenteil von small talk? wenn wir ungestört sind, entspinnen sich ganz direkte & praktische gespräche. wir synchronisieren unsere betriebssysteme und lernen jeweils neue anwendungen kennen, die wir sofort im alltag erproben können. am schönsten entwickelt sich das, wenn er sagt: „werner, darf ich dir mal eine persönliche frage stellen?“

wir schenken uns die volle aufmerksamkeit – besser gehts nicht. deshalb verging die zeit wie im fluge.




die sicht war grandios – an manchen stellen konnten wir 100 km ins land sehen. in hannover haben wir an der raststelle zwei tramperinnen aufgelesen: anouk & leila aus amsterdam. sie haben oben in der aussichtskanzel gesessen und lauter selfies gemacht, um einen beweis zu haben, mit dem famosen omnibus gefahren zu sein. vor uns waren sie von einem tesla mitgenommen worden – die konnten ihr glück nicht fassen. wir haben sie in alt kladow an der bushaltestelle herausgelassen.