wettersturz

wenn ich im bett liege, ist der omnibus die beste regentrommel, die ich mir vorstellen kann. wenn ich morgens davon aufwache, versuche ich, mich keinen spekulationen über den tag hinzugeben. es hat nicht geholfen: es hat lange geregnet und die temperatur ist um mindestens 15 grad gefallen. beim abendspaziergang habe ich den groߟen kaschmirschal und die leguanos angezogen.




bitte ein bit – diesen spruch kennt wahrscheinlich jeder. die bitburger brauerei dominiert dieses städtchen wie eine brütende henne – und die firmenwagen habe alle so ein nummernschild. wahrscheinlich finanziert die brauerei auch alle anstrengungen der regionalentwicklung. ich würde dem gemeinderat mal einen ausflug nach bernkastel-kues vorschlagen – da könnten sie eine menge lernen.



downhill

diesen fliegenden teppich habe ich von hoch oben schon mal vorausgeschickt – ich freue mich schon auf die haptische verkörperung.

die abfahrt war viel leichter als ich befürchtet hatte – christopher ist als pilotfisch vorausgefahren und hat uns die bahn freigehalten und uns auf unsere spur gebracht. danke noch einmal für alles!

unter einem wilden blauen himmel mit schneeweiߟen wolkengetümen sind wir nach bitburg gefahren. hier war ich schon seit über 10 jahren nicht mehr. in der zwischenzeit ist hier so ein konfektionierter platz entstanden, mit diesem unsäglichen standardbrunnen, der mich zu verfolgen scheint.



bravooo – jonas

dein wo lang beitrag hat mein herz erfreut – damit bist du revolutionär deiner eigenen biografie geworden – und kannst dich ins unermeߟliche reich der musik des lebens fallen lassen – mit all der antrainierten virtuosität – ich wünschte, ich würde über sowas verfügen. viel glück!


zeit gelassen

ich habe mir zeit gelassen, ganz tief in den charles eisenstein wälzer einzutauchen – das ist schon ein veritabler masterstudiengang, den ich mit fliegenden fahnen abschlieߟen werde.

herzlichen dank, meister !!!

er schreibt an anderer stelle, daߟ er bis heute nicht ermessen kann, wie er dieses buch auf den weg gebracht hat: wenn er sich laut daraus vorliest, kann er nicht fassen, daߟ er das geschrieben hat.

ich bin beim letzten drittel angelangt – und werde zur weiteren vertiefung gewiߟ die englische version auf meinem kindle auch noch lesen.

und ich treffe immer wieder menschen, die ihn schon leibhaftig erlebt haben.



da oben

rechts hinten über der burgruine haben wir die pfingsttage verbracht – in der ersten nacht dort oben hat mir die aufregung über die abenteuerliche auffahrt den schlaf geraubt – ich muߟte da schlieߟlich auch wieder runter. 

der erste tag (über den ich ja schon geschrieben habe) hat mich vollkommen besänftigt – ein einmaliger ort mit unglaublichem potenzial und studentinnen, die sofort wissen, was ich mit „oszillierendem rollentausch“ meine. es war mir ein vergnügen.




das wird bald das hauptgebäude dieser wirklich einzigartigen hochschule sein. es war sehr inter-essant, zu erfahren, wie symbiotisch die verbindung zwischen hochschule & gemeinde schon geworden ist – mit den schönsten wexelwirkungen. das nenne ich avantgarde – die groߟzügigkeit der gemeinde ist eine sprudelnde energiequelle für alles mögliche. ich konnte das deutlich wahrnehmen und wünsche allen ein gutes gelingen.



alla chef



christopher ist ein herausragender gastgeber. nach einem späten frühstück kam er mit einem auto zu uns herauf. er hat uns die gegend und seine wg gezeigt. wir sind zum einkaufen zu einem befreundeten demeter-hof in wittlich gefahren (leider gab es keine demeter-butter). die studentinnen bekommen prozente und christopher würde am liebsten dort arbeiten wie einer seiner kommilitonen 

in der nähe haben wir versucht, an einem gasflaschenautomaten (!) zwei gasflaschen-füllungen zu kaufen. wir muߟten ewig anstehen – und nachdem der ziemlich primitive automat eine flasche ausgegeben hatte, gab es eine störungsmeldung  und nach langem hin & her muߟten wir uns die zweite flasche in der weit entfernten warenausgabe abholen. kann mir mal jemand erklären, wer sich sowas wünschen könnte?




anschlieߟend hat er uns über eine abenteuerliche nebenstrecke wieder auf den berg gebracht. tagsüber zockelt da jede stunde ein seltsamer alter allradbus hoch zur burgruine (viel kleiner als der omnibus & im fuߟgängertempo).

wir haben einen produktiven nachmittag oben am omnibus verbracht, während christopher sich unten in seiner wg eine schürze umgebunden und ein echtes festmahl mit kuchen und allem drum & dran zubereitet hat. gegen sieben sind wir an der mosel entlang heruntergelaufen und haben zu siebt aufs schönste geschmaust.

als es dunkel wurde, hat er uns mit dem auto hochgebracht und wir haben noch einträchtig im omnibus zusammengesessen und zigaretten geraucht und alles mögliche beredet. 

nochmal: besser gehts nicht!




 

kaum zu glauben



wir stehen hoch über der mosel am studienhaus der für mich angenehm geheimnisumwitterten cusanus hochschule, wo auch christopher in seiner ersten zeit hier gewohnt hat. ehemalige jugendherberge. traumhaft ruhig und weitläufig. das panorama ist überwältigend:




da kann der heilige geist gern kommen. auߟerdem habe ich schon ein schlagzeug & ein piano entdeckt … und ich habe meine kabellose diskothek, die ich an einem henkel wie eine handtasche mit mir herumtragen kann, noch nicht ausprobiert.




wir sind von koblenz aus dem lauf der mosel entgegengefahren und haben mehrfach die ufer gewechselt. ich habe alle mäanderschleifen genossen. carla & gabriele haben oben in der aussichtskanzel gesessen. am ende ging vor uns die sonne unter.

christopher hat ganz harmlos getan und gesagt, es gäbe ein paar serpentinen, um hier raufzukommen, aber das wäre leicht zu schaffen. dabei war das ein richtiges abenteuer, hier raufzukommen. mit kribbeln im bauch. aber es hat sich gelohnt.



ich konnte nicht umhin

einen remix von diesem wundervollen augenblick zu machen – dabei mache ich normalerweise nur querformate mit der begründung, daߟ unsere augen ja auch nebeneinander sind. portrait & doppelportrait (oder hochzeitsbilder) sind – wie wir sehen – rühmliche ausnahmen. auߟerdem habe ich noch ein paar digitale effektgeräte verwendet.

ich widme das natürlich in dankbarer referenz dem lieben jan, der den augenblick gefangen hat.


georg & ich



der liebe jan war ja auf der wo lang konferenz auf der pirsch und hat mir jetzt dieses schöne bild von georg & mir geschickt.

endlich schatten

wir sind jetzt in montabaur und konnten einen groߟteil des tages im schatten verbringen. ich bin zum ersten mal hier. das ist ein hübsches altes städtchen mit einer sehr lebendigen topologie und einem weithin sichtbaren gelben schloߟ. der alte kern ist schön erhalten.




wir stehen auf einer bushaltestelle am rand des konrad-adenauer-platzes, einer gestückelten architektursünde im heillosen bemühen um modernität. die letzten stadtväter müssen echte berserker gewesen sein. unter anderem haben sie sich irgendwie einen ice-bahnhof ertrotzt, der zunächst den geschwindigkeitsgewinn auf dieser schnellstrecke zunichte machte. heute abend bin ich dorthin spaziert.




christopher hat uns zweimal sehr lekker bekocht – auch gestern nach der fahrt. ich muߟte an jan hagelstein und seine rinderrouladen denken.