ich freue mich sehr darüber, wie schnell sich dieses schöne wort verbreitet – das beschreibt genau, was ich ständig trainiere (immer schön lokker bleiben).
Allgemein
fräulein freya
begrüßte mich gestern abend in braunschweig nach einer sehr anstrengenden fahrt im dunkeln über die landstraße mit zig kilometern umleitung über holperige nebenstraßen. ich war im „der mann, den sie pferd nannten“-modus.
und gleich übte sie ihre besänftigende wirkung auf mich aus …
die anrede fräulein schmückt sie für mich wie ein auszeichnung und ich würde zu gerne wissen, was sie davon hält. also ab die post!
scheiden tut nicht weh
heute ging unser unverhofftes stelldichein zu ende. wir waren ganz praktisch produktiv und haben uns durch die theoriewüsten der sozialwissenschaften geschlagen und ihre hausarbeit einträchtig aufgelokkert. das war schön und wir haben beide eine menge gelernt.
tagsüber huschte sie immer wieder mit ihrem peugeot-damenklassiker vorbei zwischen ihren diversen veranstaltungen. und am ende hat sie uns hinterherfotografiert. auf die bilder bin ich mal gespannt … (eines würde wahrscheinlich gut hier passen)
opi da lang (das ist mein jedi-name) sagt: lebe wohl, liebe sofia – und mach dir keine sorgen.
lüneburg trio
heute war der tag, an dem die kälte kam. ich huste wie ein wildpferd. esse sanddornhonig von der insel rügen. wenn es so kalt ist und wir haben keinen stromanschluß: werde ich nervös. also bin ich zu meinem sachbearbeiter ins ordnungsamt gelaufen, um zu sehen, was sich machen ließe … nach einigem hin & her haben wir jetzt einen teuren stromanschluß und ich brauche mir darüber keine sorgen mehr zu machen.

ab halb fünf können wir den omnibus festlich illuminieren wie eine martinsfackel – ohne stromanschluß wäre daran überhaupt nicht zu denken.


die stadt ist mir grundsympathisch – die giebel sind als vielfältige gesichter der straße zugewandt und erzählen von der kunst des bauens mit bescheidenen ziegelsteinen, die menschen der erde entrungen haben. soviel geduldige, friedvolle liebe zur arbeit kann ich da sehen und träume vom leben in der blütezeit der stadt, als die maurer künstler waren.

und sofia studiert hier und wir sehen sie nach so kurzer zeit schon wieder. statt zu frieren haben wir uns gegönnt, gestern & heute abend alle zusammen lekker essen zu gehen. so bekommen wir von ihr was mit, obwohl sie schon wieder mitten drin ist in ihrem studium. gabriele hat mit grummelnder peristaltik bei ihr geschlafen. nach unserem herrenfrühstück mit frischen brötchen ist sie wieder zu uns gestoßen und war voll auf ihrem posten. mathias ist drauf & dran, sich eine warme jacke zu kaufen …
der administrator
ich bin so froh, daß mathias nun richtig einsteigt – auch als mittler zwischen digital & analog und den generationen. ich hab volles vertrauen zu ihm als übersetzer. er redet ganz freimütig über seine fragen und erwartet auch antworten. wenn es die nicht gibt, ist er schnell gelangweilt und geht seiner wege. hier am omnibus ist er immer diensteifrig bei der sache und erledigt gut gelaunt alles notwendige – ein student in eigenregie. wenn er da ist, fällt mir erstmal ein stein vom herzen.
hinzu kommt, daß er der administrator von „wo lang“ ist und sich schönste interferenzen ergeben, wenn er analog in meiner nähe ist.
hier erklärt er gerade gabriele die möglichkeiten ihres eifohns und ordnet ihr die wege.

aus vernunftgründen arbeitet er mit android, huangwei und lenovo und kriegt damit auch alles gebakken.
nur kurz
heute war großreinemachen in moorburg bis zur körperpflege. es hat immer wieder genieselt. wir haben uns gestern gezielt so eingeheizt, daß heute morgen die gasflasche leer wurde – so konnten wir mit manfred’s volvo zwei neue gasflaschen besorgen.
heute abend hat manfred uns alle und angelika und ramona zum essen im wasserturm eingeladen – das war mal wieder festlich … angelika hat anschließend noch klarissa zum zob gefahren, wo ihr bus nach berlin abging.
ich gehe jetzt mal ausdrücklich früher in mein frisch bezogenes bett, denn gabriele & mathias haben auch noch jede menge wäsche gewaschen.
(da ist es noch nicht bezogen)
back home
jetzt sind wir wieder in moorburg und es fühlt sich wie zu hause an. hier werden wir immer liebevoll & freundlich empfangen und können machen, was wir wollen & brauchen. wir haben tonno alla pizzaiola gekocht, die fall-back option am omnibus. die anderen sind nach dem essen in zwei duetten zum gigantischen container-terminal altenwerder gelaufen, während ich angefangen habe, den neuen spiegel zu lesen. da stand was drin über das neue album von leonard cohen – und die arschlöcher haben sich nicht entblödet, zu schreiben: „… das wahrscheinlich letzte album …“, nur weil der künstler zweiundachtzig ist. die haben sowas von keine ahnung vom leben & von der kunst. ich hab mir das gleich bestellt.
und durch den artikel (winkewinke mit dem zaunpfahl) wurde ich daran erinnert, daß bob dylan den literatur-nobelpreis erhalten soll. ich bin wegen der grauenhaft schlechten nachahmer & folgeerscheinungen kein fan von bob dylan, aber den preis gönne ich ihm aus vollem herzen … den hat er sich redlich verdient.
herbstlich
die arbeit war nicht der rede wert und ich hatte muße, den herbst zu bewundern. klarissa bleibt noch eine weitere nacht – also sind wir zu fünft. es nieselt und ganz wenige menschen sprechen mit uns. das ließe sich zu zweit bewältigen …

da heißt es: sich offen lassen für die schönheit & die lebenslust. so bin ich durch die stadt gestreift und habe zum beispiel noch eine stange grüne manitou ohne ekelbilder entdeckt und eifrig versucht, diese eigenartige exklave zu enträtseln … und gabriele & mathias sind diesmal die rhythm section.



















